Streitgespräch „Deutschland vor der Wahl“ –
Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD) & Christian Lindner (FDP)

Termin: Montag, 19. Juni 2017, 18:00 Uhr.

Ort: Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), Saal „Pagode“, Hellerhofstrasse 2-4, 60327 Frankfurt

Moderation: Heike Göbel, FAZ
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Brexit, Flüchtlingskrise, Niedrigzinspolitik, Euro-Krise, US-Wahl – selten waren die Herausforderungen in einem Wahljahr so fordernd wie in 2017.

Nach heutigem Stand spricht vieles für eine vierte Amtszeit von Angela Merkel. Schließlich ist die Union in Umfragen derzeit die mit Abstand stärkste Kraft, gegen die rein rechnerisch keine Regierung gebildet werden kann. CDU und CSU sind derzeit fast so stark wie SPD, Linkspartei und Grüne zusammen. Für Rot-Rot-Grün im Bund spricht das nicht gerade. Auch für Schwarz-Grün könnte es knapp werden.

Der fast sichere Einzug der AfD in das höchste deutsche Parlament dürfte die politische Landschaft zusätzlich kräftig durcheinanderwirbeln. Sollte auch die FDP die Rückkehr in den Bundestag schaffen, gibt es künftig sechs Fraktionen im Plenum, anstatt der bisherigen vier. Seit 1953 war es im Bundestag nicht mehr so bunt.

Und so könnte das Wahljahr auf Bundesebene mit einer Großen Koalition genauso enden, wie es begonnen hat. Dies könnte ein Bundestagswahlkampf ohne Lagerdenken und Koalitionsaussagen werden, bei dem die Parteien nur für sich und ihre eigenen Positionen streiten.

Thorsten Schäfer-Gümbel und Christian Lindner setzen sich in einem Streitgespräch über die aktuellen Wahkampfthemen auseinander.


Thorsten Schäfer-Gümbel ist Fraktionsvorsitzender und Landesvorsitzender der hessischen SPD und seit dem 15. November 2013 stellvertretender Bundesvorsitzender der SPD.

Nach dem Abitur an der Landgraf-Ludwigs-Schule in Gießen im Jahr 1989 studierte Schäfer-Gümbel zunächst Agrarwissenschaften an der Justus-Liebig-Universität Gießen, wechselte dann zu den Politikwissenschaft, in denen er das Studium 1997 mit dem Magister Artium abschloss. Nach einer Zwischenstation als wissenschaftlicher Mitarbeiter für Europäische Integration am Institut für Politikwissenschaft der Universität Gießen war er von 1998 bis 2001 Referent des Sozial- und Jugenddezernenten der Stadt Gießen. Hier war er unter anderem für die Implementierung des Bund-Länderprogramms „Soziale Stadt“ in der Gießener Nordstadt zuständig. Weitere Schwerpunkte waren die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit und die Wohnungspolitik. Ab März 2002 nahm er eine Beratertätigkeit für die SPD-Landtagsfraktion Hessen wahr. Seit 2002 arbeitete er erneut als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Dezernat II der Stadt Gießen.

Seit dem 28. Februar 2009 ist Schäfer-Gümbel Vorsitzender der hessischen SPD. Thorsten Schäfer-Gümbel ist im SPD-Parteivorstand für den Finanzmarkt zuständig. Seit Dezember 2012 ist er Berater des SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück in diesen Fragen. Am 14. Oktober 2013 wurde er als neuer stellvertretender Parteivorsitzender nominiert und wurde auf dem Bundesparteitag vom 14. bis 16. November als Nachfolger von Klaus Wowereit gewählt.


Christian Lindner ist seit dem 7. Dezember 2013 Bundesvorsitzender der FDP. Seit Mai 2012 ist er, wie schon zuvor von 2000 bis 2009, Mitglied des Landtages in Nordrhein-Westfalen.

Nach dem Abitur 1998 am Städtischen Gymnasium in Wermelskirchen studierte er von 1999 bis 2006 studierte er Politikwissenschaft als Hauptfach sowie Staatsrecht und Philosophie als Nebenfächer an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn.

Von 1997 bis 1999 und 2002 bis 2004 war Lindner als freiberuflicher Unternehmensberater und im Stromhandel tätig. Diese Tätigkeit ließ er im Zuge seiner Wahl zum nordrhein-westfälischen FDP-Generalsekretär auslaufen.

Von November 2004 bis Februar 2010 war Lindner Generalsekretär des FDP-Landesverbands NRW. Dem FDP-Bundesvorstand gehörte er von 2007 bis Dezember 2011 an.

Am 8. Dezember 2013 wurde der damals 34-jährige Christian Lindner zum jüngsten Vorsitzenden der FDP-Geschichte.

Am 15. Mai 2015 wurde Lindner beim Bundesparteitag in Berlin mit 572 von 621 Stimmen als Bundesvorsitzender wiedergewählt.

Teilnahmegebühr entfällt. Vielen Dank an die FAZ.

Mit freundlicher Unterstützung durch Frankfurter Allgemeine Zeitung
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